You are not your thoughts,
you are who sees them.

Heute morgen saß ich im Zug zur Arbeit und fühlte ich mich etwas betrübt. Ich schrieb gedankenverloren ein paar Nachrichten und schaute dann etwas missmutig aus dem Fenster. Dann suchte ich ich den Grund für meine schlechte Laune. Doch mir wollte einfach nichts einfallen. „Merkwürdig,“ dachte ich und spulte den Morgen noch einmal vor meinem inneren Auge ab.

Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Als ich nach dem Aufstehen vor dem Spiegel stand und mich fertig gemacht habe, habe ich gedacht, dass ich wirklich müde und kaputt aussehe. Es kamen noch ein paar fiese Gedanken zu meinem Hautzustand dazu. Danach verließ ich das Bad und schob die Gedanken beiseite, die ich kaum bewusst wahrgenommen hatte. 

Unsere Gedanken lösen sowie positive als auch auch negative Emotionen in uns aus. Wenn wir negativ denken resultieren daraus negative Gefühle. Das können Gedanken sein wie:

  • „Ich schaffe das nicht.“
  • „Oh Gott, wie sehe ich denn heute aus?“
  • “Wie dumm von mir.“
  • „Wieso bin ich immer so ungeschickt.?“
  • „Nichts bekomme ich hin.“ 
  • „Ich bin richtig dick.“
  • „Das Mädel bei Instagram ist viel schöner als ich.“

 

Oftmals nehmen wir diese Gedanken aber nicht bewusst war und merken erst wenig später, dass wir uns schlecht fühlen. Unsere Emotionen bringen wiederum neue passende Gedanken hervor. Durch negative Emotionen entstehen also neue negative Gedanken.

Wenn wir hingegen die negativen Gedanken durch positive Gedanken ersetzen kann dieser Kreislauf durchbrochen werden. Du fühlst dich sofort besser! Die Herausforderung dabei ist, dass wenn wir unser Gehirn in der Vergangenheit regelmäßig mit negativen Gedanken gefüttert haben, dieses automatisch diese erneut produzieren möchte . Denn zunächst muss man wissen: Unser Gehirn neigt dazu sich auf Probleme zu fokussieren, nicht auf Freude. Das lässt sich evolutionsbiologisch erklären. In der Natur geht es immer um das Überleben. Gefahren muss sich das Gehirn deshalb besser merken und darauf schneller reagieren als auf Freude. Unser Gehirn gewichtet deshalb negative Gedanken fünfmal stärker als positive.  Dazu kommt, dass Wiederholungen ein neuronales Netzwerk in unserem Gehirn ausbilden. Was passiert wenn man immer und immer wieder etwas Negatives denkt? Genau, man lernt und bildet ein neuronales Netzwerk aus und mit jedem negativen Gedanken wird dieses verstärkt.

Wir denken 60.000 bis 70.000 Gedanken am Tag. Neunzig Prozent davon sind identisch mit den Gedanken von gestern.

Nehmen wir an, dass Du ein unschönes Erlebnis hattest. Wir neigen dazu, darüber nachzudenken. Wahrscheinlich erzählen es sogar unserer Familie und unseren Freunden. Was dann passiert ist, dass wir mit jeder Wiederholung des unschönen Erlebnisses unser Netzwerk im Gehirn, das dieses Erlebnis abbildet, vergrößern und stärker werden lassen. Denn das Gehirn kann nicht zwischen echten Erfahrungen und Gedanken unterscheiden. Wir glauben über uns selbst, was wir denken. Übrigens: Das ist auch der Grund, warum so viele Gesprächstherapien nicht funktionieren, denn in den meisten Fällen dreht es sich während der ganzen Zeit der Therapie um das Problem. So wird das Problemnetzwerk im Gehirn gefestigt und wächst lässt. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich selbstverständlich dazu rate , einen erfahrenen Psychotherapeuten aufzusuchen, falls du dich über einen längeren Zeitraum sehr niedergeschlagen, freudlos und leer fühlen solltest. Wichtig ist hier aber genau hinzuschauen, was für eine Art der Therapie dir gut tut. 

Der erste Schritte um dir ein glückliches und erfülltes Leben zu erschaffen ist deine Gedanken achtsam wahrzunehmen.

Ich freue mich von dir zu hören.

Sarah Isabel

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